Es handelt sich um eine psychotherapeutische Soforthilfe für Personen, die aufgrund einer psychischen Störung von Arbeitsunfähigkeit bedroht sind oder bei denen bereits eine Arbeitsunfähigkeit aufgetreten ist. Das Gruppenprogramm, das im Rahmen einer wissenschaftlichen Fragestellung evaluiert wird, soll den Betroffenen helfen, arbeitsplatzbezogene Konflikte und Probleme zu lösen oder Stressmanagementfähigkeiten zu erlernen, um den beruflichen Anforderungen wieder besser gewachsen zu sein. Arbeitsplatzprobleme sind vielfach sowohl Ursache als auch Folge psychischer Störungen. Nicht selten steht damit auch ein drohender Arbeitsplatzverlust in Verbindung. Das Behandlungsprogramm ist keine Alternative, sondern eine Ergänzung zur regulären psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung der Bevölkerung. Die Institutsambulanz kooperiert mit den ambulanten Ärzten in der Region, die gemeinsam mit den Krankenkassen die Zuweisung zu „Probleme bewältigen – Fit im Job“ steuern. Nach einer ausführlichen diagnostischen Untersuchung (inklusive Problem- und Verhaltensanalyse) nehmen die Patienten an einer max. 30 Doppelstunden umfassenden Gruppentherapie teil. Das manualisierte Programm wurde speziell für diese Integrierte Versorgung entwickelt. Neben störungsspezifischen Behandlungskomponenten (z.B. Depression, Angst, körperliche Symptome, Stress) setzen sich die Patienten gezielt mit Arbeitsplatzkonflikten (z.B. Mobbing) und psychisch bedingten Leistungsstörungen (z.B. Konzentrationsproblemen) auseinander. Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung wird untersucht, welcher Art die vorliegenden Arbeitsplatzprobleme sind und welche Verbesserungen der Leistungsfähigkeit oder des Umgangs mit arbeitsplatzbedingten Stresssituationen durch die Behandlung erreicht werden. Als Kooperationskassen sind bei „Fit im Job – Probleme bewältigen“ beteiligt: Barmer Ersatzkasse, Deutsche Angestellten-Krankenkasse, Techniker Krankenkasse, Hamburg-Münchener Krankenkasse, HEK - Hanseatische Krankenkasse, Handelskrankenkasse, Gmünder Ersatzkasse (GEK), HZK - Krankenkasse für Bau- und Holzberufe, Brühler - Die Ersatzkasse, KEH Ersatzkasse – Kaufmännische Krankenkasse, KKH. Weitere Informationen im Projektflyer „Probleme bewältigen – Fit im Job" |
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